Berliner Asien-Gespräche 2016: Neue Spannungen in der Taiwanstraße? Die Präsidentschaftswahlen im Januar 2016 und ihre sicherheitspolitischen ImplikationenKevin Kälker
ASIEN – Nr. 139 (2016) pp. 133–34
Berlin, 28. Januar 2016
Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen vom 16. Januar 2016 bedeuten den bisher dritten demokratischen Machtwechsel an der Spitze der Republik China. Nach acht Jahren Amtszeit endet die Ära von President Ma Ying-jeou, die zu einer spürbaren Entspannung in der Taiwanstraße beigetragen hat. Die bisher regierende Kuomintang wird in die parlamentarische Opposition verwiesen. Es bleibt jedoch unklar, ob sich der in den vergangenen Jahren stabilisierte Status quo in der Taiwanstraße unter der designierten Präsidentin Tsai Ing-wen und der absoluten Mehrheit ihrer Democratic Progressive Party im Legislativ-Yuan fortsetzen wird und welche weiteren sicherheitspolitischen Implikationen der Wahlausgang birgt.










