Dunkelheit am Ende des Tunnels? Der politische Machtkampf in den PhilippinenChristoph Schuck
ASIEN – Nr. 98 (2006) pp. 74–80
Im aktuellen Ranking von Freedom-House (FH), das auf den Daten des Vorjahres basiert, wird die Qualität der philippinischen Demokratie insgesamt positiv bewertet, was vor allem in den periodisch stattfindenden demokratischen Wahlen und staatlich garantierten Freiheiten (Presse-, Religions-, Reise-, Versammlungsfreiheit usw.) begründet liegt. Das Attribut „frei“ wurde in Südostasien lediglich Thailand und den Philippinen verliehen. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass bei den Philippinen der Index, der sich aus einem Mittel der Kategorien „Political Rights“ und „Civil Liberties“ zusammensetzt, mit einem Wert von 2,3 seit Jahren nur sehr knapp die nächst schlechtere Einstufung „teilweise frei“ verfehlt. Bereits vor dem aktuellen Machtkampf der politischen Eilte der Philippinen äußerten so viele Beobachter Zweifel an dem demokratischen Charakter des politischen Systems der Philippinen, das folgerichtig häufig als „defekte“ oder „elektorale“ Demokratie kategorisiert wurde…











