EditorialSebastian Heilmann und and Patrick Ziegenhain
ASIEN – Nr. 109 (2008) pp. 7–8
Wenn irgendwo in Südostasien Gewalttätigkeiten ausgetragen werden, eine Naturkatastrophe wie der Wirbelsturm Nargis in Myanmar ganze Regionen verwüstet oder in Thailand der Regierungssitz von Demonstranten blockiert wird, rücken diese Länder plötzlich in den Fokus der westlichen Medien. Wissenschaftler, die sich seit Jahren mit politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen in der Region befassen, sind kurzfristig als Experten für die breite Öffentlichkeit gefragt. „Bad news is good news“: Die europäischen Medienproduzenten und –konsumenten scheinen sich eher für Gewalt und menschliches Elend in Südostasien zu interessieren als für die bedeutenden evolutionären Prozesse, die in der Region zu beobachten sind…











