Gregor Hain: Die Sicherheit und Stabilität Indiens. Historische, politische und wirtschaftliche HerausforderungenThomas K. Gugler
ASIEN – Nr. 140 (2016) pp. 155–58
Baden-Baden: Nomos, 2015. 534 S., 98,00 EUR
Die Studie zur Sicherheitssituation Indiens analysiert indische Regierungsberichte der Jahre 2002 bis 2012. Nach Einleitung und Begriffserklärung betrachtet Hain Indiens Geschichte und Religion. Im 5. Kapitel (S.185–496) beschreibt Hain diverse Konfliktlinien in Indien: Religiöse, ethnische und sozialrevolutionäre Konflikte. Die Innenperspektive ist dabei stets gekoppelt an den Blick auf strategische Interessen der Nachbarländer. Nach einer auffällig deutschen Definition des Sicherheitsbegriffs folgen einige Anmerkungen zur innerdeutschen Sicherheitsdebatte, deren Inhalte in keinem erkennbaren Bezug zum eigentlichen Thema der Arbeit stehen. Hierdurch entstehen tendenziöse Verzerrungen der Perspektive, die für Indien zunehmend unpassend wird: „Offene Grenzen und Migrationsbewegungen haben zur Durchmischung nationaler Gesellschaften […] geführt. […] Besonders im Falle terroristischer Anschläge wird in demokratischen Staaten diskutiert, ob die rechtstaatlichen Mittel ausreichen, um diesen [sic!] Gefahren zu bekämpfen oder ob demokratische und rechtstaatliche Prinzipien eingeschränkt werden müssen.“ (S.61). Dem folgt ein abenteuerlicher Exkurs zu „Al-Quaida [sic!]“ (durchgehend, z. B. S. 68, 70, 178, 248 usw.), der beim Sicherheitspaket I und II in Deutschland endet.











