Naoto Kan: Als Premierminister während der Fukushima-Krise. Aus dem Japanischen von Frank RövekampAnna Wiemann
ASIEN – Nr. 140 (2016) pp. 143–44
München: Iudicium, 2015. 165 S., 14,80 EUR
Das große ostjapanische Erdbeben der Stärke 9,0 auf der Richterskala am 11. März 2011 und der dadurch ausgelöste Tsunami verwüsteten nicht nur ganze Landstriche an der Küste Ostjapans (Region Tôhoku) und forderten etliche Opfer, sie führten auch zum zweitgrößten Atomunfall nach Tschernobyl in der Geschichte der Menschheit. Durch Erdbeben und Tsunami fielen am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi in der japanischen Präfektur Fukushima, die bis dato vor allem für ihre exzellenten Pfirsiche bekannt war, die Kühlsysteme aus. In der Folge entwickelte sich eine Atomkatastrophe, deren tatsächliche Auswirkungen bis heute nicht abzuschätzen sind. Das unzureichende und chaotische Krisenmanagement dieser menschengemachten Katastrophe der zuständigen japanischen Behörden ist in der Folge vielfach stark kritisiert worden.







