Traditionelle Strukturen und west-östliche Begegnungen in der modernen Lyrik ChinasGoatkoi Lang-Tan
ASIEN – Nr. 20 (1986) pp. 73–87
In der Geschichte der chinesischen Lyrik führten die Begegnungen mit der ausländischen Literatur fast immer zu einer Erneuerung. Als der Buddhismus im 5. Jahrhundert in China immer weitere Kreise zog und infolgedessen die chinesischen Mönche sich intensiv mit der Sutren-Übersetzung befaßten, wurde den Chinesen zum ersten Mal die Tonalität ihrer eigenen Sprache bewußt. Aus diesem Klangbewußtsein heraus entstand während der Sechs-Dynastien (420-558) die strenge Vorschrift für die Verwendung des Reims (bzw. Reimwortes), die schließlich in der Tang-Zeit (618-907) zum Reimschema für die ‚regelmäßigen Gedichte im Neuen Stil‘ (lüshi) erstarrte…











