Ahmad Fauzi Abdul Hamid, Che Hamdan Che Mohd Razali: Middle Eastern Influences on Islamist Organizations in Malaysia: The Cases of ISMA, IRF and HTMClaudia Derichs
ASIEN – Nr. 146 (2018) pp. 130–31
Singapur: ISEAS (Trends in Southeast Asia; 2), 2016. 28 S., 9,90 USD
Die malaysischen Politikwissenschaftler Ahmad Fauzi Abdul Hamid und Che Hamdan Che Mohd Razali suggerieren mit dem Titel ihrer kurzen Studie (28 Seiten), einem Einfluss nachzugehen, der gerne mit dem Terminus „Petrodollars“ assoziert wird: dem Einfluss des vor allem aus Saudi Arabien in die Welt exportierten wahhabitischen Islam. Die Finanzierung von Moscheen und Schulen in Südostasien, die Etablierung von Bildungsnetzwerken im universitären Sektor, wohltätige Stiftungen und andere Formen der inner-islamischen bzw. inner-sunnitischen internationalen Kooperation kommen in den Sinn. Doch weit gefehlt. Denn genau darum geht es den Autoren nicht. Auch um wachsende Zahlen von Anhängern des „Islamischen Staats“ (ISIS/Da’esh) oder Al-Qaidas in Malaysia geht es ihnen nicht. Vielmehr liegt ihr Augenmerk auf nicht-gewaltbereiten Akteuren im islamistischen Spektrum Malaysias. Aufmerksamkeit gilt der aus ihrer Sicht bemerkenswerten qualitativen Veränderung in der ideologischen Ausrichtung islamistischer Organisationen in Malaysia – Veränderung im Vergleich zu den 1980er Jahren, als nach dem Jahrzehnt des intensiven Aktivismus im Zuge islamischer Reformbewegungen (Islamic resurgence) vier große Organisationen den Islamisierungskurs in der malaysischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft prägten. Die gegenwärtigen Organisationen, so die Autoren, zeichneten sich durch viel größere Differenzen hinsichtlich ihres ideologischen Absolutismus aus und würden sich alleine deshalb schon erheblich von den Strömungen der 1980er Jahre unterscheiden. Die Orientierung der heutigen Gruppierungen sei puritanischer als die der vorangehenden Dekaden, und dies alarmiere die politischen Autoritäten…









