ASIEN – Nr. 142 (Januar 2017)
ASIEN – Nr. 142 (Januar 2017)

Emily T. Yeh und Chris Coggins (Hgg.): Mapping Shangrila. Contested Landscapes in the Sino–Tibetan BorderlandsUte Wallenböck

ASIEN – Nr. 142 (2017) pp. 107–109

2014. 332 S., 30 USD

Der von Yeh und Coggins herausgegebene Sammelband „Mapping Shangrila“ beinhaltet zehn Beiträge zur übergeordneten Fragestellung der „political ecology of changing landscapes and power relations in Tibetan communities“ im sino-tibetischen Grenzgebiet der heutigen chinesischen Provinzen Yunnan, Sichuan, Gansu und Qinghai aus der Perspektive von GeografInnen, Sozial- und KulturanthropologInnen sowie von WissenschaftlerInnen aus den Fachbereichen der Umweltstudien, Ökologie, Naturschutz und Literatur. Der gemeinsame Fokus liegt jedoch auf dem Phänomen der shangrilazation (S. 16), bezugnehmend auf die im Jahr 2002 in Shangrila (chin. Xianggelila) umbenannte Stadt (ehemals: Zhongdian) im Nordwesten Yunnans; der neue Name beruht auf dem von James Hilton verfassten Werk „Lost Horizon“ (1933), dem nach westlichen Aspekten kreierten Traum- bzw. Fantasieland „Shangrila“. Bedauerlicherweise wird jedoch auf den im Titel angekündigten Begriff des „Sino–Tibetan Borderlands“ und dessen V erwendung (vor allem im Gegensatz zur Begrifflichkeit der „Sino–Tibetan Frontier“) im gesamten Werk in keiner Weise eingegangen. Der Begriff landscape hingegen wird in unterschiedlichen Kontexten und Interpretationen in Hinblick auf die rasante wirtschaftliche Entwicklung verwen- det…