Entwicklungspolitik chinesischer Prägung: Zwischen Entwicklungszusammenarbeit und geopolitischer EinflussnahmeCarsten Schäfer
ASIEN – Nr. 174/175 (2025) pp. 126–34
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- China nutzt Entwicklungszusammenarbeit zunehmend als geopolitisches und ordnungspolitisches Instrument.
- Pekings Entwicklungsmodell verbindet wirtschaftliche Kooperation mit normativer Einflussnahme und strategischer Allianzbildung im Globalen Süden.
- China integriert sich selektiv in bestehende Entwicklungsstrukturen, versucht zugleich aber, internationale Standards im eigenen Sinne umzudeuten.
- Chinas Entwicklungsmodell zeichnet sich durch einen eigenständigen Finanzierungsansatz, das Primat ökonomisch-technischer Entwicklung, alternative Formen von Konditionalität sowie den Transfer eigener Governance-Ansätze aus.
- Für Deutschland entsteht daraus ein Spannungsverhältnis: Kooperation bleibt notwendig, zugleich wächst der normative und geopolitische Wettbewerb. Deutschland sollte die Zusammenarbeit mit China gezielt auf gemeinsame Interessensfelder konzentrieren, gleichzeitig aber eigene Angebote stärken, verbindliche Mindeststandards konsequent durchsetzen und multilaterale Normen aktiv mitgestalten und absichern.
DOI: https://doi.org/10.11588/asien.2025.174/175.29462
