Felix Wemheuer: A Social History of Maoist China, Conflict and Change, 1949–1976Jochen Noth
ASIEN – Nr. 152/153 (2019) pp. 158–59
Cambridge: Cambridge University Press, 2019. 331 S., 22,99 GBP
Der Kölner Sinologe Felix Wemheuer bedient sich in seiner Sozialgeschichte der ersten vier Jahrzehnte der VR China des analytischen Instruments der Intersektionalität (intersectionality). Es wurde seit den siebziger Jahren in der US-amerikanischen feministischen Bewegung entwickelt und diente der Kritik an der Verengung des weiblichen Emanzipationsanspruches auf den Gegensatz Männer – Frauen, die außer Acht lässt, dass z. B. schwarze Frauen auch rassistisch und häufig sozial diskriminiert werden und deshalb andere Strategien brauchen als weiße Mittelstandsangehörige. Die Übertragung dieses Ansatzes auf andere Untersuchungsgebiete und die Beachtung von „Überschneidungen“ von Problemfeldern und sozialen Zugehörigkeiten ist besonders da fruchtbar, wo wir es, wie in China, mit einer Gesellschaft zu tun haben, deren Selbstdarstellung unter strikter, auch die Vergangenheit umfassende politischer Kontrolle steht…







