Ken’ichi Mishima, Wolfgang Schwentker (in Zusammenarbeit mit Manfred Hubricht, Tadashi Suzuki, Kuniyuki Terada und Robin Weichert): Geschichtsdenken im modernen Japan. Eine kommentierte QuellensammlungClaudia Derichs
ASIEN – Nr. 148 (2018) pp. 111–12
München: iudicium, 2015. 473 S., 55 EUR
Die Quellensammlung von Ken’ichi Mishima und Wolfgang Schwentker ist eine höchst verdienstvolle Arbeit. Die Japanologie kennt, wie andere verwandte Fächer auch, das Format der übersetzten Primärquellen. Sie gehören zum „Handwerkszeug“ der wissenschaftlichen Befassung mit Asien. Gleichwohl ist die Herstellung einer solchen Sammlung von Quellen ein überaus aufwendiges Unterfangen. Dazu kommt die übergeordnete Aufgabe der Auswahl: Welche Quellen sollen warum in die Sammlung aufgenommen werden? Die Herausgeber der Sammlung zum Geschichtsdenken in Japan haben diese Aufgabe mit viel Hingabe bewältigt und ihre Kriterien wie auch die inhaltliche Struktur transparent in ihrer Einleitung dargelegt. Das Buch erfüllt in jeder Hinsicht den Anspruch, ein Kaleidoskop von diskursprägenden Beiträgen japanischer Intellektueller, Journalisten, Schriftsteller und Publizisten zur modernen Geschichte des Landes vorzustellen…









