ASIEN – Nr. 118 (Januar 2011)
ASIEN – Nr. 118 (Januar 2011)

Serie: Politische Stiftungen in Asien (1) – Die Auslandsarbeit der Friedrich-Naumann- Stiftung für die Freiheit in SüdasienKatrin Bannach

ASIEN – Nr. 118 (2011) pp. 132–35

Im Jahr 2010 feierte die South Asian Association for Regional Cooperation (SAARC) ihr 25. Gründungsjubiläum. Dennoch bleiben Beschlüsse dieser Regionalorganisation häufig reine Absichtserklärungen. Ihr Ziel ist die Förderung von Austauschbeziehungen zwischen den Staaten und Gesellschaften Südasiens, die allerdings – ob wirtschaftlicher, politischer oder gesellschaftlicher Art – noch sehr schwach ausgeprägt sind.

Es werden noch immer weniger als fünf Prozent des gesamten Handels der Staaten regional umgesetzt (Association of Southeast Asian Nations (ASEAN): 26 Prozent). Die Kosten für den grenzüberschreitenden Handel zählen zu den höchsten weltweit. Allein Terrorismus ist innerhalb der Region ein Exportschlager. Eine belastbare regionale Sicherheitsarchitektur besteht nicht, was angesichts der Existenz zweier Atommächte (Indien und Pakistan) Anlass zur Besorgnis gibt.

Die Arbeit der Friedrich-Naumann-Stiftung ist deshalb regional ausgerichtet und fördert die Zusammenarbeit von Akteuren der Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Unter ihnen dominieren die Bereitschaft und der Wunsch zu interagieren und zu kooperieren.