ASIEN – Nr. 156/157 (Juli/Oktober 2021)
ASIEN – Nr. 156/157 (Juli/Oktober 2021)

Albrecht Rothacher: Okinawa. Die letzte Schlacht des Zweiten Weltkriegs. Vorgeschichte, Verlauf und FolgenThomas Weyrauch

ASIEN – Nr. 156/157 (2020) pp. 199–200

München: Iudicium 2018. 306 S., 15 Karten, 28,00 EUR, ISBN 978-3-86205-1328

Die Ryūkyū-Inselkette mit der Hauptinsel Okinawa liegt geografisch zwischen Japan und Taiwan. Ihre Dialekte gehören zu einer Sprachfamilie mit dem Japanischen. Sie sind heute (zusammen mit rekonstruierten Gebäuden) eines der letzten Indizien einer kulturellen Eigenständigkeit eines Archipels. Seit 1429 von einem König beherrscht, war die Inselgruppe zwar von China und Japan unabhängig, geriet aber zunehmend in die Interessenssphäre beider Länder. Erst musste es China während der Ming-Dynastie, später auch dem japanischen Fürsten von Satsuma Tribute leisten. 1871 annektierte Japan schließlich das wehrlose Königreich und löste es acht Jahre später auf. Assimilationsversuche Japans hatten nur mäßigen Erfolg, bis die japanische Militärherrschaft 1940 die Benutzung der Ryūkyū-Sprache und die Ausübung ihrer Kultur verboten…