Asien – gestärkt nach der globalen Finanzmarktkrise?Margot Schüller
ASIEN – Nr. 112/113 (2009) pp. 7–8
Die außenwirtschaftliche Abhängigkeit vieler asiatischer Länder führte dazu, dass die Folgewirkungen der globalen Finanzmarktkrise auch in Asien deutlich zu spüren waren. Offensichtlich wurde damit auch, dass die These von der Entkopplung der asiatischen Wachstumsentwicklung von der der westlichen Industrieländer nicht zutrifft. Zwar hat die innerasiatische Wirtschaftsverflechtung enorm zugenommen und Asien ist zu einem bedeutenden regionalen Wachstumspol geworden, doch stellen die USA und die EU nach wie vor die größten Zielmärkte für die meisten asiatischen Länder dar. Um die Folgewirkungen der globalen Finanzmarktkrise abzufedern, haben die Regierungen in Asien ebenso wie im Westen auf Investitionsanreize sowie Subventionen und Fördermaßnahmen für die inländische Wirtschaft gesetzt. Der haushaltspolitische Spielraum hat sich durch die damit verbundene Verschuldung in vielen Ländern stark verengt, während gleichzeitig durch die hohen staatlichen und privaten Investitionen die Gefahr der Inflation gewachsen ist…










