EditorialWerner Pascha
ASIEN – Nr. 95 (2005) pp. 5–7
„Die exotisch anmutende Spezialität wird zu einem entscheidenden Element des Weltverständnisses“, so Joachim Nettelbeck, Generalsekretär des Wissenschaftskollegs zu Berlin, jungst in einem von der FAZ publizierten Plädoyer fur die Regionalwissenschaften (FAZ, 22.02.2005, S. 38). Dabei hat der Autor die komplexen, vernetzten Prozesse vor Augen, welche heute die verschiedenen Weltregionen pragen. Sie sind nicht mit einfachen Schlagworten zu erfassen. Der Terrorismus von Al Qaida ist mehr als ein verblendeter Fundamentalismus, dem Phänomen der „Atommacht Nordkorea“ wird man mit der Charakterisierung als Schurkenstaat kaum gerecht. Gleichzeitig kann man die Augen vor diesen scheinbar fernen Entwicklungen nicht verschließen. Das wird gerade an den gewählten Beispielen deutlich. Der Spezialist, der sich jenes kleinen Staatsgebildes im Nordosten Asiens annimmt, wird auf einmal zum wichtigen Informanten fur die außenpolitisch-strategischen Planungen der groBen Machte…











