Ethnizität und Religion als Kapital: Prozesse der Kapitalisierung von Kultur im Indonesien nach SuhartoMartin Ramstedt, Martin Slama und and Christian Warta
ASIEN – Nr. 123 (2012) pp. 7–11
Es sei gleich zu Beginn festgestellt, dass wir, wenn wir hier von Ethnizität und Religion als „Kapital“ sprechen, die Gesamtheit der von Pierre Bourdieu unterschiedenen Kapitalsorten, nämlich ökonomisches, kulturelles, edukatives und symbolisches sowie soziales und politisches Kapital meinen (Bourdieu 1994, S. 22-23, 33-35, 39, 116-117, 187-190, 194-195). Zugleich ist es uns wichtig zu betonen, dass Bourdieus Entwicklung dieser analytischen Kategorie samt ihrer Subkategorien sowie ihre schnelle Akzeptanz in den Sozialwissenschaften als ein Ergebnis der globalen Normalisierung der neoliberalen „enterprise culture“ zu sehen ist, und zwar nicht als affirmativer Reflex, sondern als reflexive Kritik…











