ASIEN – Nr. 95 (April 2005)
ASIEN – Nr. 95 (April 2005)

Japans Reaktion auf die Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004Heide Haruyo Gentner

ASIEN – Nr. 95 (2005) pp. 88–93

Als am 26. Dezember 2004 im Meer vor Sumatra der Meeresboden bebte, wurde dadurch ein Tsunami erzeugt, der mit 700 Kilometern pro Stunde durch den Indischen Ozean raste. Die Welle überrollte die Küstenregionen von zwölf Ländern und tötete mindestens 240.000 Menschen. Die Katastrophe hinterließ Millionen Verletzte und Obdachlose und sorgte für Milliardenschäden.

Tsunamis sind relativ seltene Naturphänomene. Sie werden durch Meteoritenaufschläge, Erdbeben oder große Erdrutsche ausgelöst. Auf dem offenen Meer bleiben die Wellen sehr flach, werden von Schiffsbesatzungen kaum oder gar nicht bemerkt. In flachen Küstengewässern bauen sie sich aber zu riesigen Wasserwänden auf, die schließlich mit voller Wucht auf Strände und Häfenstädte aufschlagen…