Marius Meinhof: Shopping in China. Dispositive konsumistischer Subjektivation im Alltagsleben chinesischer StudierenderAnno Dederichs
ASIEN – Nr. 156/157 (2020) pp. 201–203
Wiesbaden: Springer VS, 2018. 381 S., 49,99 EUR / E-Book 39,99 EUR
Marius Meinhofs Studie „Shopping in China“, erschienen in der Reihe „Konsumsoziologie und Massenkultur“ bei Springer und zugleich Dissertationsschrift an der Universität Bielefeld, untersucht anhand von Shoppingpraktiken chinesischer Studierender die Bedeutung eben dieser Praktiken für die Entwicklung konsumistischer Subjektivitäten in China. Meinhof geht dabei von einer durch Konsum vermittelten Transformation der Bevölkerung von Individuen zu modernen Subjekten aus. Er argumentiert nun aber nicht dafür, postmaoistischen Konsum als zentral geplantes und institutionalisiertes politisches Erziehungsinstrument zu betrachten, sondern entwickelt aus einer Synthese diskurstheoretischer und ethnomethodologischer Optiken eine hohe Sensibilität für die Disparität und Fragmentierung konsumistischer Subjektivation. Damit möchte Meinhof die Rolle der Konsumpraktiken für sozialen Wandel in China thematisieren und zugleich die „Theorie konsumistischer Subjektivation“ (nach Dominik Schrage) weiterentwickeln…







