Michele Bonino, Francesca Governa, Maria Paola Repellino, Angelo Sampieri (Hgg.): The City after Chinese New Towns – Spaces and Imaginaries from Contemporary Urban ChinaJohannes Küchler
ASIEN – Nr. 152/153 (2019) pp. 159–61
Basel: Birkhäuser, 2019. 240 S., 52,60 EUR, ISBN 9783035616323
Vokabeln wie “Turbo-Urbanisierung“, „atemberaubend“ oder „rasant“ beschreiben die Dynamik des chinesischen Städtebaus im zurückliegenden Vierteljahrhundert. Wie oft bei Problemfeldern, von denen ganz China betroffen ist, ist es auch bei diesem landesintern wie auch aus der Perspektive des Auslands schwierig, ein ausgewogenes Urteil zu gewinnen. Die vorliegende Essaysammlung von Architekten-Planern der Universitäten Politecnico/Turin, Qinghua/Beijing und der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne kann da behilflich sein. Sie vereint die Ergebnisse eines Projekts der Jahre 2015–2017. 20 AutorInnen stellen sie vor in 13 Textbeiträgen von je 5–15 Seiten.
Implizit geht es um die Frage, ob die weltweit laufende Urbanisierung nach den jüngsten chinesischen Erfahrungen neu gedacht werden muss. So erklärt sich der zunächst unverständliche Titel „The City after Chinese New Towns“. Wäre also das bisher weltweit gültige Vorbild der „westlichen“ Stadt durch Chinas neue Städte um eine alternative Variante zu relativieren?







