Taiwan nach den Präsidentschaftswahlen – eine MomentaufnahmeGunter Schubert
ASIEN – Nr. 91 (2004) pp. 109–15
Am 20. März 2004 fanden in Taiwan zu dritten Mal Direktwahlen für das Amt des Staatspräsidenten statt. Sie wurden überschattet von zwei Schüssen, die am Vorabend des Wahltages auf den Amtsinhaber und erneuten Präsidentschaftskandidaten der regierenden Demokratischen Fortschrittspartei (DFP) Chen Shuibian und seine Stellvertreterin Lu Xiulian (Annette Lu) abgegeben wurden. Beide wurden nur leicht verletzt, Chen durch eine Fleischwunde am Bauch und Lu durch einen Streifschuss am Knie. Der Täter konnte zunächst nicht gestellt werden. Der Urnengang bescherte dem Gespann Chen/Lu einen hauchdünnen Sieg.










